Der ultimative Leitfaden für Online-Vorstellungsgespräche

Online-Vorstellungsgespräche sind schon seit Längerem möglich, haben aber erst in den letzten Monaten einen regelrechten Boom erlebt. Grund hierfür waren die strengen Kontakt-Richtlinien hinsichtlich der Corona Pandemie. Doch was ist der Unterschied zum traditionellen Bewerbungsgespräch und welche Fehler gilt es bei der virtuellen Variante zu vermeiden?

Wir geben dir den ultimativen Leitfaden, wie auch du das Online-Vorstellungsgespräch von zu Hause aus tiefenentspannt rocken wirst.

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Vorbereitung

Ganz richtig, der Hauptunterschied besteht darin, dass dein Bewerbungsgespräch nicht vor Ort beim Unternehmen stattfindet, sonder in deiner gewohnten Umgebung. Der Vorteil hierbei ist, dass du dich bei dir zu Hause wohlfühlst und nicht mit einem neuen Umfeld konvertiert wirst. Dieser Stressfaktor löst beim traditionellen Vorstellungsgespräch oft Nervosität beim Bewerber aus und man kann sich dem Recruiter nicht so realitätsnah präsentieren, wie im gewohnten Alltag. Aber Vorsicht! Das virtuelle Vorstellungsgespräch ist auch mit einigen Fettnäpfchen verbunden, die es zu umgehen gilt.

  • Die Wahl der Software: 
    Das Bewerbungsgespräch rückt näher und man hat noch keine Information bekommen, über welche Software das Online-Vorstellungsgespräch stattfinden soll. Skype - Microsoft Teams - Zoom oder sogar WhatsApp? Die Liste scheint unendlich. Frage daher aktiv beim Recruiter an und liste am besten ein paar Software Varianten auf und hake nach, ob dieser eventuell eine andere, nicht aufgelistete Software bevorzugt. Damit kommunizierst du dem Recruiter, dass du an diesem Job interessiert bist und zeigst außerdem, dass du dich mit digitalen Prozessen auseinandersetzt.
  • Der Umgang mit der Software:
    Test, Test. Jetzt, da du weißt, welches Tool beim Vorstellungsgespräch zum Einsatz kommt, kannst du dich mit der Nutzung vertraut machen. Denn nichts ist schlimmer, als zu spät dem Meeting-Raum am entscheidenden Tag beizutreten, da man Probleme bei der Software-Installierung hatte. Sollte beim Vorstellungsgespräch auf einen Messenger wie WhatsApp zurückgegriffen werden, empfiehlt es sich, den Status und das Profilbild anzupassen, um so für ein professionelles Auftreten zu sorgen.
  • Vor des Bewerbungsgesprächs:
    Kurz vor dem Vorstellungsgespräch solltest du noch mal checken, ob alle Hintergrundprogramme geschlossen sind und dein PC kein Update für diese Zeit eingeplant hat. Denn eine unerwartete Unterbrechung oder eine verzerrte Kommunikation sind Störfaktoren, die du ganz leicht vermeiden kannst. Viele Software Tools bieten zudem einen Vorraum zum Meeting an, indem du deine Kameraeinstellung und die Tonqualität noch mal überprüfen kannst, bevor du dem eigentlichen Meeting beitrittst.

    Neben den technischen Voraussetzungen ist eine ruhige Umgebung genauso wichtig, wie das passende Licht und einen geeigneten Hintergrund. Ein unaufgeräumtes Zimmer ist ebenfalls wie ein greller, ablenkender Hintergrund ein No-Go. Oft vergisst man, dass glänzende Oberflächen deine Umgebung reflektieren können und dem Recruiter dadurch verraten, wie chaotisch dein Zimmer in Wirklichkeit aussieht. Eine Zimmerpflanze, die man durch die passende Kameraeinstellung im Hintergrund sieht, wirkt beruhigend und nebenbei ist Grün bekanntlich die Farbe der Hoffnung.
  • Während dem Bewerbungsgespräch:
    Wie du nun weißt, sieht der Recruiter nur den Bildausschnitt, den du zuvor sorgfältig ausgewählt hast. Nutze diese Gelegenheit und platziere dir links und rechts von deinem PC wichtige Dokumente und Notizen, die dir bei deinem Vorstellungsgespräch helfen, offene Fragen souverän zu beantworten. Dennoch solltest du darauf achten, nicht zu auffällig auf deine Notizen zu starren, da der Recruiter immer noch Augen im Kopf hat und schnell bemerkt, wenn du dich nicht ausreichend auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet hast.   

    Aber wie gewinnt man diese Sicherheit im Vorstellungsgespräch optimal vorbereitet zu sein?

Souveräne Sicherheit is all you need

Leichter gesagt als getan! Der erste Eindruck ist sowohl beim traditionellen als auch beim Online-Vorstellungsgespräch entscheidend. Wie kann ich daher meine Aufregung minimieren und so selbstbewusst im Bewerbungsgespräch auftreten? - Die Antwort: Vorbereitung ist alles. Übe am besten mit deiner Familie oder deinen Freuden ein realistisches Bewerbungsgespräch, sodass du mit dem Ablauf vertraut wirst. Ich weiß, es erscheint im ersten Moment albern und man muss sich selbst motivieren, um bei dem kleinen Schauspiel ernst zu bleiben. Aber es hilft! Du wirst merken, dass du dadurch Sicherheit erlangst und beim entscheidenden Tag dir der Ablauf routiniert vorkommt und dir die geübten Formulierungen bei Standardfragen helfen, deine Antworten gekonnt und professionell zu kommunizieren.

Für einen guten ersten Eindruck ist zudem wichtig, dass du alle Nebengeräusche und Störquellen versuchst zu unterbinden. Stell dir vor, du bist mitten im Bewerbungsgespräch und plötzlich klingelt dein Smartphone. Deine Freundin ruft an. Wie peinlich. Dieses Fauxpas demonstriert nicht nur Unprofessionalität, sondern bei einer länger andauernden Lärmquelle wird auch das Gespräch schwieriger zu führen.

Gerade beim Online-Vorstellungsgespräch ist die Verlockung groß, eine bequeme Jogginghose zu tragen, um sich so etwas die Anspannung zu nehmen. Doch was ist, wenn dein Recruiter plötzlich sagt: “Bitte stehen Sie doch kurz auf!” Bis man sich von diesem Schockmoment erholt hat, ist das Bewerbungsgespräch auch schon zu Ende. Eine bessere Variante ist hier, sich entsprechend dem zukünftigen Arbeitsumfeld zu kleiden. Arbeitest du in einem Startup, ist ein Sakko und Hemd vermutlich fehl am Platz, aber ein schickes Alltagshemd genau richtig. Außerdem hilft dir deine Kleidung im Vorstellungsgespräch die richtige Körperhaltung einzunehmen und ist ein echter Motivations Booster. Hier gilt ganz das Motto “Kleider machen Leute.”

Das Bewerbungsgespräch

Beim traditionellen Vorstellungsgespräch hat man normalerweise nicht das Problem, dass man nicht weiß, wie man das Bewerbungsgespräch starten soll. Man wartet, bis man ins Büro vom Recruiter hereingebeten wird und schon wird man gefragt, ob man Kaffee, Tee oder ein Glas Wasser haben möchte. Online ist dies leider noch nicht möglich.

Am besten startest du mit einem kleinen Smalltalk, wenn der Recruiter das Gespräch nicht gleich beginnt. So vermeidest du eine peinliche Stille und du unterstreichst deine offene und kommunikative Persönlichkeit.

Im fortgeschrittenen Bewerbungsgespräch werden zu hundert Prozent Fragen zu deiner zukünftigen Rolle oder zum Unternehmen gestellt, für das du gerne arbeiten möchtest. Recherchiere daher interessante Fakten zu deiner Position oder lies dir den neuesten Pressebericht des Unternehmens durch. Einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt du auch, wenn du relevante Fragen an den Arbeitgeber vorbereitet hast oder eine interessante Rückfrage bezüglich des letzten Jahresumsatzes hast.

Fazit

Im Bewerbungsgespräch gibt es einige Fehlerquellen, die es zu vermeiden gilt. Der ultimative Leitfaden für Online-Vorstellungsgespräche weist dich auf diese hin und zeigt dir, dass ein virtueller Bewerbungsprozess auch in deine Karten spielen und deine Einstellungschancen erhöhen kann. Nun bist du für das online und traditionelle Vorstellungsgespräch gewappnet und kannst es gleich hier unter Beweis stellen. Los, warte nicht länger und nutze diese Gelegenheit!

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