Lebenslauf unterschreiben: So machen Sie es richtig

12 Min. Lesezeit
  • Eine Unterschrift im Lebenslauf ist in Deutschland keine Pflicht. Sie kann aber einen ordentlichen Eindruck machen, weil sie Aktualität und Richtigkeit der Angaben signalisiert.

  • Bei Bewerbungen per E-Mail oder als PDF ist eine digitale Unterschrift meist die praktischste Lösung. Danach sollte der Lebenslauf als PDF gespeichert werden, damit nichts verrutscht.

  • Bei einer Bewerbung über ein Online-Formular brauchen Sie in der Regel keine Unterschrift, wenn das Portal dafür kein Feld oder keine Upload-Möglichkeit vorsieht.

  • Die Unterschrift gehört ans Ende des Lebenslaufs. Bei zwei oder mehr Seiten reicht eine Signatur auf der letzten Seite.

  • Ort und aktuelles Datum stehen direkt bei der Unterschrift. Das Datum sollte zur Bewerbung passen und nicht noch aus einer alten Version stammen.

  • Unterschreiben Sie mit vollständigem Vor- und Nachnamen. Bei Papierbewerbungen wirken blaue oder schwarze Tinte am seriösesten.

  • Anschreiben und Lebenslauf werden getrennt behandelt: Das Anschreiben endet mit Grußformel und Unterschrift, der Lebenslauf mit Ort, Datum und Unterschrift.

  • Ein Lebenslauf ohne Unterschrift ist nicht automatisch schlecht. Entscheidend bleiben ein klarer Aufbau, passende Berufserfahrung, relevante Kenntnisse und ein professioneller .

Erstellen Sie Ihren Lebenslauf mit Unterschrift

Muss man einen Lebenslauf unterschreiben?

Nein, eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Ein Lebenslauf ist kein Vertrag und wird nicht automatisch ungültig, wenn die Unterschrift fehlt. Trotzdem ist sie in Deutschland bei klassischen Bewerbungen weiterhin üblich.

Der Grund ist einfach: Mit Ihrer Signatur zeigen Sie, dass die Angaben aktuell sind und von Ihnen geprüft wurden. Das ist kein großer Rechtsakt, eher ein formaler Abschluss. Aber genau solche Details können in einer Bewerbung den Eindruck abrunden.

Wann die Unterschrift sinnvoll ist

Eine Unterschrift empfiehlt sich vor allem, wenn Sie Ihre Bewerbung als PDF verschicken oder eine klassische Bewerbungsmappe einreichen. Das betrifft zum Beispiel:

  • mit Lebenslauf im Anhang

  • Bewerbungen über ein Karriereportal mit PDF-Upload

  • Bewerbungen bei Behörden, kleineren Unternehmen oder konservativen Branchen

  • Bewerbungen, bei denen auch das Anschreiben unterschrieben wird

In solchen Fällen wirkt ein sauberer Lebenslauf mit Unterschrift vollständig und sorgfältig. Es geht nicht darum, den Personaler mit einer Signatur zu beeindrucken. Vielmehr vermeiden Sie eine kleine formale Lücke, die bei manchen Empfängern auffallen könnte.

Wann Sie auf die Unterschrift verzichten können

Es gibt aber auch Situationen, in denen Sie den Lebenslauf nicht unterschreiben müssen. Besonders häufig ist das bei reinen Online-Bewerbungen der Fall.

Wenn ein Unternehmen Ihre Daten direkt über ein Formular abfragt, gibt es oft gar keinen Platz für eine Signatur. Dann müssen Sie nichts künstlich einfügen oder ein zusätzliches Dokument hochladen. Folgen Sie einfach dem Prozess des Arbeitgebers.

Auch bei anonymisierten Bewerbungen kann die Unterschrift entfallen. Dort sollen persönliche Merkmale bewusst reduziert werden. Eine Signatur würde diesem Zweck eher widersprechen.

Expertentipp:

Für Deutschland gilt als einfache Faustregel: Wenn Sie einen fertigen Lebenslauf als PDF verschicken oder hochladen, unterschreiben Sie ihn am besten. Wenn Sie dagegen nur Felder in einem Online-Portal ausfüllen, ist die Unterschrift in der Regel nicht nötig.

Wo soll ich den Lebenslauf unterschreiben? Die richtige Platzierung

Die Unterschrift gehört immer ans Ende des Lebenslaufs. Nicht in die Kopfzeile, nicht auf das Deckblatt und auch nicht neben Ihre Kontaktdaten. Sie schließt das Dokument ab, ähnlich wie bei einem Brief.

Bei einem einseitigen Lebenslauf ist die Sache schnell erledigt: Nach dem letzten Abschnitt lassen Sie etwas Abstand und setzen darunter Ort, Datum und Unterschrift. Bei einem mehrseitigen Lebenslauf unterschreiben Sie nur auf der letzten Seite. Jede Seite einzeln zu signieren, wirkt eher übertrieben und bringt keinen Vorteil.

Variante 1: Ort, Datum und Unterschrift untereinander

Die klassische Variante. Sie setzen Ort und Datum linksbündig unter den letzten Lebenslaufabschnitt. Direkt darunter folgt Ihre Unterschrift.

Unterschrift im anschreiben 1

Diese Variante eignet sich gut, wenn Ihr Lebenslauf schlicht aufgebaut ist. Sie wirkt ruhig, sauber und lässt sich auch in einfachen Word- oder PDF-Vorlagen problemlos umsetzen.

Variante 2: Mit Namen unter der Unterschrift

Unterschrift im anschreiben 2

Wenn Ihre Unterschrift sehr unleserlich ist, können Sie den Namen zusätzlich darunter tippen. Das ist nicht zwingend notwendig, aber sorgt einfach für Klarheit.

Diese Lösung wirkt ebenfalls aufgeräumt und eignet sich, wenn unten nicht mehr viel Platz ist. Ort und Datum stehen links. Die Unterschrift setzen Sie auf derselben Höhe rechts daneben.

Unterschrift im anschreiben 3

Diese Variante passt gut zu modernen Lebenslauf-Vorlagen, bei denen der untere Bereich klar in zwei Spalten oder optische Blöcke gegliedert ist.

Wie viel Platz sollte die Unterschrift bekommen?

Planen Sie am Ende des Lebenslaufs ungefähr zwei Leerzeilen für die Signatur ein. Die Unterschrift sollte sichtbar sein, aber nicht den halben unteren Seitenrand einnehmen.

Achten Sie besonders auf diese Punkte:

  • Die Unterschrift steht nach dem letzten inhaltlichen Abschnitt.

  • Ort und Datum stehen direkt bei der Signatur.

  • Bei mehreren Seiten wird nur die letzte Seite unterschrieben.

  • Zwischen Inhalt und Unterschrift bleibt etwas Weißraum.

  • Die Signatur darf nicht in die Ecke gequetscht werden.

  • Das Datum sollte aktuell sein und zur jeweiligen Bewerbung passen.

Lebenslauf unterschreiben mit Datum: Was gehört dazu?

Ort, Datum und Unterschrift bilden den formalen Abschluss Ihres Lebenslaufs. Wichtig ist, dass das Datum zur Bewerbung passt. Wer im Juni eine Bewerbung verschickt, sollte nicht noch „März“ im Lebenslauf stehen haben. Solche Kleinigkeiten fallen auf, besonders wenn das Anschreiben ein anderes Datum trägt.

Am Ende des Lebenslaufs stehen in der Regel drei Elemente:

  • Ort

  • aktuelles Datum

  • handschriftliche oder eingescannte Unterschrift

Warum das Datum wichtig ist

Das Datum zeigt, dass Ihr Lebenslauf nicht irgendeine alte Datei ist und für die aktuelle Bewerbung geprüft wurde.

Achten Sie deshalb auf drei Punkte:

  • Das Datum im Lebenslauf sollte aktuell sein.

  • Das Datum sollte zum Anschreiben passen.

  • Bei jeder neuen Bewerbung sollte es angepasst werden.

Gerade wenn Sie mehrere Bewerbungen parallel verschicken, passiert hier schnell ein Patzer. Ein Lebenslauf mit Datum aus dem Vorjahr wirkt nicht dramatisch, aber eben auch nicht besonders aufmerksam.

Vollständiger Name statt Kürzel

Unterschreiben Sie möglichst mit Vor- und Nachnamen. Ein schnelles Kürzel, wie man es vielleicht beim Paketboten auf dem Display setzt, passt hier nicht gut.

Mit vollem Namen Unterschreiben:

  • Felix Lehmann

  • Maria Schneider

  • Tobias Klein

Weniger geeignet:

  • M. M.

  • M. Schmitt

  • nur der Vorname

  • eine kaum erkennbare Signatur ohne ausgeschriebenen Namen

Unterschrift im Lebenslauf: Stift, Farbe und Stil

Bei der Unterschrift zählt vor allem der Gesamteindruck. Sie soll professionell wirken, aber nicht auffallen wie ein Logo. Eine ruhige, gut lesbare Signatur passt besser zu einer Bewerbung als ein übergroßer Namenszug mit viel Schwung.

Für die Papierbewerbung eignen sich:

  • Füller oder hochwertiger Kugelschreiber

  • blaue oder schwarze Tinte

  • saubere Linien ohne Verschmieren

  • eine Größe von etwa zwei Textzeilen

  • ein Stil, der zur restlichen Bewerbung passt

Blau wirkt oft etwas hochwertiger, weil sich die Unterschrift vom schwarzen Drucktext abhebt. Schwarz ist ebenfalls in Ordnung. Verzichten sollten Sie auf Rot, Grün, Bleistift, Filzstift oder sehr helle Farben.

Auch bei einer eingescannten Unterschrift sollte das Ergebnis ordentlich aussehen. Die Signatur darf nicht verpixelt, schief, verzerrt oder mit grauem Hintergrund eingefügt sein. Kleine Ränder, Schatten oder unsaubere Ausschnitte fallen im PDF sofort auf.

Expertentipp:

Öffnen Sie den fertigen Lebenslauf vor dem Versand noch einmal auf dem Laptop und auf dem Smartphone. Wirkt die Unterschrift dort sauber, gut platziert und nicht übertrieben groß, passt sie in der Regel.

Online Lebenslauf unterschreiben: PDF, E-Mail und Bewerbungsportal

Die meisten Bewerbungen landen heute nicht mehr in einer Mappe, sondern als Datei im Postfach oder im Karriereportal. Genau deshalb muss die Unterschrift digital sauber funktionieren.

Wenn Sie Ihren Lebenslauf als PDF verschicken

Bei einer E-Mail-Bewerbung oder einem PDF-Upload reicht eine einfache digitale Unterschrift völlig aus. Am schnellsten funktioniert das direkt im PDF-Programm oder im Lebenslauf-Generator: Namen schreiben, Signatur einfügen, Datei als PDF speichern, fertig.

Möglich sind zum Beispiel:

  • eine Unterschrift, die Sie direkt im PDF-Tool zeichnen

  • eine Signatur über ein Tablet oder Smartphone

  • eine im CV-Editor erstellte Unterschrift

  • eine sauber eingescannte Unterschrift als Bild

  • ein getippter Vor- und Nachname, wenn keine Signatur möglich ist

Speichern Sie den fertigen Lebenslauf anschließend immer als PDF. So bleibt das Layout stabil, und die Unterschrift verrutscht nicht, wenn der Lebenslauf auf einem anderen Gerät geöffnet wird.

Wenn Sie sich über ein Online-Formular bewerben

Anders sieht es bei Bewerbungsportalen aus. Dort tragen Sie Ihre Daten häufig direkt in Formularfelder ein. Manche Portale erlauben zusätzlich den Upload eines Lebenslaufs, andere arbeiten fast komplett mit Eingabemasken.

Praktisch heißt das:

  • Gibt es einen PDF-Upload, können Sie einen unterschriebenen Lebenslauf hochladen.

  • Gibt es nur Formularfelder, brauchen Sie keine Unterschrift einzufügen.

  • Gibt es ein eigenes Signaturfeld, nutzen Sie genau dieses Feld.

  • Laden Sie keine Extra-Datei nur wegen der Unterschrift hoch, wenn sie nicht verlangt wird.

Das Bewerbungsportal gibt also den Rahmen vor. Man muss nicht versuchen, eine klassische Papierbewerbung künstlich nachzubauen.

Word-Datei oder PDF?

Für Bewerbungen ist PDF meist die bessere Wahl. Das Format hält Layout, Schriftbild und eingefügte Unterschrift stabil. Bei einer offenen Word-Datei kann dagegen schneller etwas verrutschen, besonders wenn sie auf einem anderen Gerät geöffnet wird.

Eine Ausnahme gibt es: Wenn der Arbeitgeber ausdrücklich eine Word-Datei verlangt, sollten Sie sich daran halten. Sonst wirkt es so, als hätten Sie die Vorgaben nicht genau gelesen.

Braucht man eine qualifizierte elektronische Signatur?

Für einen normalen Lebenslauf braucht man keine qualifizierte elektronische Signatur. Sie ist für rechtlich relevante Dokumente gedacht, etwa wenn eine gesetzliche Schriftform ersetzt werden soll. Für Bewerbungsunterlagen wäre das in der Regel überzogen.

Anschreiben und Lebenslauf unterschreiben: Was ist der Unterschied?

Anschreiben und Lebenslauf werden oft zusammen verschickt, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Genau deshalb sitzt die Unterschrift nicht an derselben Stelle.

Im Anschreiben steht sie nach der Grußformel. Im Lebenslauf steht sie am Ende des Dokuments, zusammen mit Ort und Datum. Klingt nach Kleinkram, ist aber einer dieser Punkte, an denen Bewerbungen schnell sauber oder hastig wirken.

Unterschrift im Anschreiben

Das Anschreiben ist wie ein kurzer Geschäftsbrief aufgebaut. Oben stehen Ihre Kontaktdaten, die Adresse des Unternehmens, Ort und Datum. Danach folgen Betreff, Anrede, Bewerbungstext und Grußformel.

Die Unterschrift kommt direkt unter die Grußformel:

Unterschrift im anschreiben 4

Falls Sie Anlagen nennen, stehen diese unter der Unterschrift. Nicht darüber. Der Anlagenvermerk ist heute kein Muss mehr, kann aber bei klassischen Bewerbungsmappen oder sehr formalen Unterlagen hilfreich sein.

Wichtig: Ort und Datum müssen im Anschreiben nicht noch einmal neben der Unterschrift stehen. Sie stehen bereits oben im Briefkopf.

Unterschrift im Lebenslauf

Beim Lebenslauf gibt es keinen Briefkopf wie im Anschreiben. Deshalb stehen Ort und Datum direkt am Ende des Lebenslaufs bei der Signatur. Die Unterschrift schließt die biografischen Angaben ab.

Unterschrift im anschreiben 5

Welche Unterlagen werden nicht unterschrieben?

Nicht jedes Dokument in der Bewerbung braucht eine Signatur. Bei manchen Unterlagen wäre sie sogar fehl am Platz.

Nicht unterschrieben werden normalerweise:

  • Deckblatt

  • Schulzeugnisse

  • Arbeitszeugnisse

  • Zertifikate

  • Praktikumsnachweise

  • Weiterbildungsbescheinigungen

  • Arbeitsproben

Diese Dokumente stammen entweder von anderen Stellen oder dienen nur als Nachweis. Eine zusätzliche Unterschrift von Ihnen würde dort keinen sinnvollen Zweck erfüllen.

Was gilt bei der E-Mail selbst?

Wenn Sie die Bewerbung per E-Mail verschicken, endet die E-Mail schlicht mit einer normalen Grußformel und Ihrem getippten Namen. Die eigentliche Unterschrift gehört in die Bewerbungsdokumente im Anhang, also in Anschreiben und Lebenslauf.

Häufige Fehler bei der Unterschrift auf dem Lebenslauf

Die Unterschrift ist nur ein kleines Detail. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die Sie unbedingt beachten sollten.

Diese Punkte sollten Sie vermeiden

  • Zu große Signatur: Eine Unterschrift, die fast wie ein eigenes Grafikelement wirkt, lenkt vom Inhalt ab.

  • Schlechte Bildqualität: Graue Ränder, Schatten, Unschärfe oder ein verpixelter Scan wirken unsauber.

  • Unterschrift auf dem Deckblatt: Das Deckblatt ist nicht der richtige Ort dafür. Falls Sie ein Deckblatt verwenden, bleibt es ohne Signatur.

  • Signatur auf Zeugnissen oder Zertifikaten: Diese Unterlagen wurden von anderen Stellen ausgestellt. Eigene Unterschriften haben dort nichts zu suchen.

  • Unterschiedliche Versionen: Wenn Anschreiben und Lebenslauf unterschrieben sind, sollte die Signatur optisch zusammenpassen.

  • Falsches Dateiformat: Eine Word-Datei kann beim Empfänger anders aussehen. Besonders eingefügte Signaturen verrutschen dann gerne. Ein PDF ist für fertige Bewerbungsunterlagen meist die bessere Lösung.

  • Unnötige Zusatzdateien: Eine einzelne Bilddatei mit Ihrer Unterschrift sollte nicht separat angehängt werden. Die Signatur gehört ins Dokument, nicht als lose Datei in den Anhang.

  • Zu viel Formalität bei Online-Portalen: Wenn ein Bewerbungsportal keine Unterschrift vorsieht, müssen Sie keine kreative Lösung erzwingen.

Kurzer Sicherheitscheck vor dem Absenden

Öffnen Sie die fertige Bewerbung einmal so, wie sie auch beim Arbeitgeber ankommt. Also nicht nur im Bearbeitungsprogramm, sondern wirklich als finale PDF-Datei.

Prüfen Sie dabei:

  • Ist die Unterschrift gut lesbar?

  • Wirkt sie im Verhältnis zum Text passend?

  • Gibt es sichtbare Ränder oder Schatten?

  • Stimmen Anschreiben und Lebenslauf optisch zusammen?

  • Ist nur das unterschrieben, was auch unterschrieben werden sollte?

  • Sieht die Datei auf dem Smartphone noch sauber aus?

Ein weiterer Punkt wird gern unterschätzt: Versenden Sie Ihre Signatur nicht leichtfertig an zweifelhafte Stellenanzeigen. Wenn ein angeblicher Arbeitgeber ungewöhnlich früh viele persönliche Daten verlangt, nur über Messenger kommuniziert oder die Anzeige nicht seriös wirkt, sollten Sie vorsichtig sein. Eine Bewerbung enthält ohnehin schon genug persönliche Informationen.

Expertentipp:

Eine gute Unterschrift fällt kaum auf. Sie wirkt ordentlich, sitzt an der richtigen Stelle und stört den Lesefluss nicht. Genau dann macht sie ihren Job.

Unterschrift vergessen: Muss ich die Bewerbung noch einmal senden?

Eine fehlende Unterschrift ist ärgerlich, aber kein Grund zur Panik. Ihr Lebenslauf wird dadurch nicht automatisch ungültig. Vor allem bei digitalen Bewerbungen zählt zuerst, ob Ihre Angaben vollständig, übersichtlich und überzeugend sind.

Trotzdem lohnt sich ein kurzer Blick auf die Situation:

  • Bewerbung per E-Mail verschickt: Meist müssen Sie nichts nachreichen. Wenn alles andere stimmt, fällt die fehlende Signatur oft gar nicht schwer ins Gewicht.

  • Sehr formale Bewerbung: Bei Behörden, Ausbildung, öffentlichem Dienst oder klassischen Bewerbungsmappen kann eine korrigierte Version sinnvoll sein.

  • Online-Portal genutzt: Wenn das Portal keine Unterschrift verlangt hat, müssen Sie normalerweise nichts tun.

  • Anschreiben unterschrieben, Lebenslauf nicht: Kein idealer Fall, aber auch kein Beinbruch.

  • Mehrere Fehler entdeckt: Dann lieber eine sauber korrigierte PDF nachreichen, statt nur wegen der Unterschrift hektisch zu reagieren.

Falls Sie eine neue Version senden, bleiben Sie kurz und sachlich. Eine lange Entschuldigung macht den Fehler nur größer, als er ist.

„Sehr geehrte Frau Müller,

anbei sende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen noch einmal in der aktualisierten Version. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen GrüßenMonika Bauer"

Mehr braucht es nicht. Kein „leider“, kein halber Roman, keine dramatische Erklärung. Einfach sauber nachreichen und gut.

Checkliste: Lebenslauf vor dem Absenden prüfen

Vor dem Versand lohnt sich ein letzter Check. Nicht aus Perfektionismus, sondern weil kleine Formfehler schnell vermeidbar sind.

  • Ist der Lebenslauf als PDF gespeichert?

  • Stimmt das Datum im Lebenslauf mit der aktuellen Bewerbung überein?

  • Sitzt die Unterschrift am Ende der letzten Seite?

  • Ist die Signatur gut lesbar und nicht zu groß?

  • Wurde keine Unterschrift auf Deckblatt, Zeugnissen oder Zertifikaten eingefügt?

  • Passen Anschreiben und Lebenslauf optisch zusammen?

  • Ist die Datei korrekt benannt, zum Beispiel „Lebenslauf_Maria_Schmitt.pdf“?

  • Lässt sich die PDF-Datei problemlos öffnen?

  • Wenn der wurde: Sieht er auch am Desktop professionell aus?

  • Wurden keine unnötigen Zusatzdateien hochgeladen?

Fazit: Lebenslauf unterschreiben

  • Eine Unterschrift im Lebenslauf ist in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben.

  • Bei klassischen Bewerbungen wirkt sie trotzdem ordentlich und professionell.

  • Für PDF-Bewerbungen per E-Mail oder über ein Karriereportal ist eine digitale Unterschrift sinnvoll.

  • Bei reinen Online-Formularen ohne Upload-Feld müssen Sie keine Unterschrift ergänzen.

  • Ort, Datum und Signatur gehören ans Ende des Lebenslaufs.

  • Bei mehreren Seiten reicht die Unterschrift auf der letzten Seite.

  • Anschreiben und Lebenslauf sollten einheitlich wirken, aber nicht identisch aufgebaut sein.

  • Eine fehlende Unterschrift ist kein automatischer Absagegrund.

  • Wichtiger bleiben ein klarer Aufbau, passende Qualifikationen, fehlerfreie Angaben und ein Lebenslauf, der zur Stelle passt.

  • Nutzen Sie unsere und , damit sie optisch zueinander passen.

Erstellen Sie Ihren Lebenslauf mit Unterschrift

Häufige Fragen zur Unterschrift im Lebenslauf

Muss man einen Lebenslauf unterschreiben?

Nein, eine Pflicht gibt es nicht. In Deutschland ist die Unterschrift aber bei vielen klassischen Bewerbungen weiterhin sinnvoll. Sie zeigt, dass die Angaben aktuell sind und bewusst geprüft wurden. Fehlt sie, ist der Lebenslauf deshalb nicht automatisch ungültig.

Wo unterschreibt man den Lebenslauf?

Die Unterschrift steht am Ende des Lebenslaufs. Bei mehreren Seiten reicht die letzte Seite. Ort und aktuelles Datum stehen direkt bei der Signatur, nicht oben bei den Kontaktdaten und auch nicht auf einem Deckblatt.

Kann ich den Lebenslauf online unterschreiben?

Ja. Bei einer PDF-Bewerbung können Sie eine digitale Unterschrift einfügen. Das geht direkt im PDF-Programm, über ein Tablet, im CV-Editor oder mit einer sauber eingefügten Bildsignatur. Danach sollte die Datei als PDF gespeichert und noch einmal geprüft werden.

Reicht ein getippter Name statt Unterschrift?

Bei reinen Online-Formularen reicht der getippte Name meist aus, weil dort keine klassische Signatur vorgesehen ist. Bei einem fertigen PDF-Lebenslauf wirkt eine sichtbare Unterschrift jedoch persönlicher und formaler. Eine rechtliche Pflicht entsteht dadurch aber nicht.

Was tun, wenn die Unterschrift im Lebenslauf fehlt?

Bei einer normalen E-Mail-Bewerbung müssen Sie nicht sofort nervös werden. Wenn die Unterlagen sonst vollständig sind, reicht das oft aus. Bei sehr formalen Bewerbungen können Sie eine aktualisierte PDF nachreichen. Die Nachricht sollte kurz und sachlich bleiben.

Müssen Anschreiben und Lebenslauf beide unterschrieben werden?

Bei einer klassischen Bewerbung ist das empfehlenswert. Das Anschreiben wird nach der Grußformel unterschrieben, der Lebenslauf am Ende mit Ort und Datum. Bei Online-Formularen hängt es davon ab, ob überhaupt Dokumente hochgeladen werden.

Welche Unterlagen werden nicht unterschrieben?

Deckblatt, Zeugnisse, Zertifikate, Praktikumsnachweise und Arbeitsproben bekommen normalerweise keine zusätzliche Unterschrift. Diese Dokumente dienen als Nachweise oder wurden von anderen Stellen ausgestellt. Eine eigene Signatur würde dort eher irritieren als helfen.

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