Führerschein im Lebenslauf: Wann und wie Sie ihn richtig angeben

12 Min. Lesezeit
  • Der Führerschein im Lebenslauf ist keine Pflichtangabe, kann aber bei passenden Stellen ein klarer Mobilitätsnachweis sein.

  • Am besten steht er unter Kenntnisse, Besondere Kenntnisse oder im Unterpunkt Mobilität.

  • Sinnvoll ist die Angabe vor allem bei Außendienst, Pflege, Handwerk, Logistik, Lieferdiensten, Schichtarbeit und schlecht erreichbaren Arbeitsorten.

  • Eine kurze Formulierung reicht: Führerschein Klasse B oder Führerschein Klasse B, eigener Pkw vorhanden.

  • Führerscheinnummer, Automarke, Prüfdatum oder Kopien gehören nicht ungefragt in die Bewerbung.

  • Wichtig ist: Geben Sie den Führerschein im Lebenslauf nur an, wenn er Ihre Eignung wirklich stärkt.

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Muss man den Führerschein im Lebenslauf angeben?

Nein, der Führerschein im Lebenslauf ist keine Pflichtangabe. Er zählt eher zu den zusätzlichen Kenntnissen, ähnlich wie Sprachkenntnisse, IT-Kenntnisse oder Zertifikate. Wenn der Führerschein für den Arbeitgeber oder die Stelle wichtig ist, können Sie ihn unter einem eigenen Abschnitt Mobilität oder unter den besonderen Qualifikationen angeben.

Entscheidend ist also nicht, ob Sie einen Führerschein besitzen. Entscheidend ist, ob diese Information Ihre Bewerbung stärker macht.

Wann Sie den Führerschein im Lebenslauf angeben sollten

Nennen Sie Ihren Führerschein, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • In der Stellenanzeige wird ein Führerschein ausdrücklich verlangt.

  • Die Tätigkeit umfasst Kundenbesuche, Außentermine oder wechselnde Einsatzorte.

  • Sie bewerben sich im Außendienst, Handwerk, Lieferdienst, in der Pflege oder Logistik.

  • Der Arbeitsort ist ohne Auto schwer erreichbar.

  • Schichtarbeit macht öffentliche Verkehrsmittel unpraktisch.

  • Sie besitzen eine spezielle Fahrerlaubnis, die zur Stelle passt.

  • Sie bewerben sich als Berufskraftfahrer, Busfahrer, Kurierfahrer oder Taxifahrer.

Schnellcheck: Gehört der Führerschein in den Lebenslauf?

Wenn die Stelle Fahrten, Mobilität oder bestimmte Fahrzeugklassen verlangt, gehört der Führerschein in den Lebenslauf. Wenn er mit dem Job nichts zu tun hat, darf er ruhig draußen bleiben.

Wann Sie den Führerschein weglassen können

Nicht jede Information verbessert den Lebenslauf. Bei vielen Büro-, Remote- oder Fachpositionen ohne Fahrtätigkeit bringt der Führerschein kaum zusätzlichen Wert.

Weglassen können Sie ihn meist, wenn:

  • die Stelle komplett remote ist,

  • keine Reisetätigkeit vorgesehen ist,

  • der Lebenslauf bereits sehr voll ist,

  • andere Qualifikationen deutlich wichtiger sind,

  • es nur um private Führerscheine geht, etwa Motorrad oder Boot,

  • die Fahrerlaubnis für den Job keinerlei Rolle spielt.

Ein überzeugender Lebenslauf sollte übersichtlich und relevant bleiben. Alles, was keinen Bezug zur Stelle hat, nimmt also Platz weg, den Sie besser für Berufserfahrung, Fachkenntnisse oder Weiterbildungen nutzen.

Was gilt, wenn der Führerschein in der Stellenanzeige steht?

Dann sollten Sie ihn unbedingt nennen. Schreiben Sie aber nicht nur „Führerschein vorhanden“. Das ist zu ungenau.

Besser sind klare Angaben wie:

  • Führerschein Klasse B

  • Führerschein Klasse B, eigener Pkw vorhanden

  • Führerschein Klasse C/CE, Fahrerkarte vorhanden

  • Führerschein Klasse D, Personenbeförderungsschein vorhanden

So erkennt der Arbeitgeber auf einen Blick, welche Fahrerlaubnis Sie mitbringen. Besonders bei Fahrberufen, Logistik und Personenbeförderung reicht eine allgemeine Formulierung nicht aus. Hier zählt die genaue Klasse.

Führerschein Lebenslauf: Wo gehört die Angabe hin?

Der Führerschein steht im Lebenslauf am besten dort, wo auch Sprachkenntnisse, IT-Kenntnisse, Zertifikate und andere Zusatzqualifikationen aufgeführt werden. Für die meisten Bewerbungen reicht ein kurzer Unterpunkt „Mobilität“.

Der Lebenslauf sollte tabellarisch aufgebaut sein und höchstens zwei DIN-A4-Seiten umfassen. Lange Erklärungen zur Fahrerlaubnis sind daher unnötig. Eine klare Zeile genügt.

Die beste Platzierung im Lebenslauf

Für den normalen Pkw-Führerschein passt diese Stelle am besten:

Kenntnisse

  • Sprachen: Deutsch, Englisch

  • IT-Kenntnisse: MS Office, SAP

  • Mobilität: Führerschein Klasse B

Noch besser, wenn ein eigenes Auto für die Stelle wichtig ist:

Kenntnisse

  • Mobilität: Führerschein Klasse B, eigener Pkw vorhanden

Diese Platzierung wirkt sauber, weil der Führerschein nicht zu den Kontaktdaten gehört. Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Wohnort bleiben oben. Der Führerschein steht im Lebenslauf weiter unten bei den beruflich relevanten Zusatzangaben.

Der Führerschein ist keine persönliche Grundangabe wie Name oder Telefonnummer. Er ist eine Zusatzqualifikation. Deshalb gehört er meist unter Kenntnisse, Besondere Kenntnisse oder Mobilität.

Wann ein eigener Abschnitt sinnvoll ist

Ein eigener Abschnitt lohnt sich nur, wenn die Fahrerlaubnis für den Job wirklich wichtig ist. Das betrifft vor allem Fahrberufe, Logistik, Personenbeförderung, Handwerk, Bau, Landwirtschaft oder Außendienst.

Dann kann der Abschnitt so aussehen:

Führerscheine und Nachweise

  • Führerschein Klasse C/CE

  • Fahrerkarte vorhanden

  • Fahrerqualifizierungsnachweis vorhanden

  • ADR-Schein vorhanden

Oder bei Personenbeförderung:

Mobilität und Fahrerlaubnisse

  • Führerschein Klasse B

  • Personenbeförderungsschein vorhanden

  • Erfahrung mit Fahrdiensten und Kundenkontakt

Bei Lkw- und Busklassen reicht die Angabe „Führerschein vorhanden“ nicht aus. Die Klasse entscheidet, welche Fahrzeuge geführt werden dürfen. Klasse B gilt zum Beispiel für Kraftfahrzeuge bis 3.500 kg und höchstens acht Sitzplätze zusätzlich zum Fahrersitz. Für Lkw, Busse oder schwere Anhänger sind andere Klassen nötig.

Wie das Beispiel im Lebenslauf wirken sollte

Die Angabe sollte kurz, sichtbar und unaufgeregt bleiben. Im Beispiel steht der Führerschein deshalb unter Mobilität und nimmt nur eine Zeile ein.

Führerschein im Lebenslauf Beispiel

Genau das ist der richtige Ansatz: Der Arbeitgeber sieht sofort, welche Fahrerlaubnis vorhanden ist, ohne dass der Lebenslauf mit Nebendetails überladen wird.

Wo der Führerschein nicht stehen sollte

Weniger geeignet sind diese Stellen:

Auch Kopien des Führerscheins gehören nicht automatisch in die Bewerbung. Bei Klasse B reicht normalerweise die Angabe im Lebenslauf. Eine Kopie ist nur sinnvoll, wenn sie ausdrücklich verlangt wird oder spezielle Nachweise für die Stelle entscheidend sind.

Für Klasse B genügt meist eine Zeile unter Mobilität. Bei Berufskraftfahrern, Kurierdiensten oder Fahrdiensten kann ein eigener Abschnitt „Führerscheine und Nachweise“ sinnvoll sein.

Führerschein im Lebenslauf richtig formulieren

Beim Führerschein im Lebenslauf zählt vor allem eine klare, knappe Angabe. Die Führerscheinklasse sollte immer dabei stehen. Alles andere nur dann, wenn es für die Stelle wirklich wichtig ist.

SituationPassende Formulierung
Allgemeine BewerbungFührerschein Klasse B
Stelle mit Fahrten oder wechselnden EinsatzortenFührerschein Klasse B, eigener Pkw vorhanden
AußendienstFührerschein Klasse B, reisebereit im regionalen Außendienst
Pflege oder soziale DiensteFührerschein Klasse B, eigener Pkw für Hausbesuche vorhanden
Lieferdienst oder LogistikFührerschein Klasse B, Erfahrung im Lieferverkehr
Lkw-FahrerFührerschein Klasse C/CE, Fahrerkarte vorhanden
BerufskraftfahrerFührerschein Klasse C/CE, Fahrerqualifizierungsnachweis vorhanden
Taxi oder FahrdienstFührerschein Klasse B, Personenbeförderungsschein vorhanden
LagerarbeitStaplerschein vorhanden
LandwirtschaftFührerschein Klasse T
Führerschein noch in ArbeitFührerschein Klasse B, voraussichtlich ab Januar 2027

Besser nicht so formulieren

„Führerschein vorhanden“ ist zu ungenau. Auch Automarke, Führerscheinnummer, Prüfdatum oder lange Erklärungen wirken im Lebenslauf schnell überflüssig. Eine sachliche Zeile reicht.

Führerscheinklassen im Lebenslauf: Welche Angaben sind relevant?

Nicht jede Fahrerlaubnis bringt im Lebenslauf einen Vorteil. Entscheidend ist die berufliche Relevanz: Klasse B genügt als Mobilitätsnachweis, Spezialklassen und Zusatznachweise zählen vor allem dann, wenn sie in der Stelle wirklich gebraucht werden.

AngabeRelevant für
Klasse BPkw, Außendienst, Pflege, Schichtdienst, Hausbesuche
B96 / BEAnhänger, Handwerk, Bau, Eventlogistik, Materialtransport
C1 / C1Ekleinere Lkw, Lieferverkehr, technische Dienste
C / CELkw, Spedition, Fernverkehr, Baustellenlogistik
D1 / D / DEBusverkehr, Shuttle, Reiseverkehr, Linienverkehr
L / TLandwirtschaft, Forstwirtschaft, kommunale Betriebe
Fahrerkartegewerblicher Güterverkehr mit digitalem Tachografen
Fahrerqualifizierungsnachweisberuflicher Güter- und Personenverkehr
PersonenbeförderungsscheinTaxi, Mietwagen, Krankentransport, Fahrdienst
StaplerscheinLager, Produktion, Logistik, Großhandel
ADR-ScheinGefahrguttransport

Die genaue Klasse ist wichtig, weil die Berechtigungen rechtlich unterschiedlich sind. Klasse B gilt für Pkw bis 3.500 kg und höchstens acht Sitzplätze zusätzlich zum Fahrersitz. Für Lkw, Busse, schwere Anhänger oder landwirtschaftliche Zugmaschinen gelten eigene Klassen.

Nicht alles aufzählen

Private Lizenzen wie Motorrad- oder Bootsführerschein gehören nur dann hinein, wenn sie zur Stelle passen. Eine lange Liste wirkt sonst schnell wahllos.

Zusatznachweise bei Fahrberufen

  • Bei Fahrberufen reicht die Führerscheinklasse allein oft nicht aus. Für Berufskraftfahrer ist der Fahrerqualifizierungsnachweis wichtig. Er ersetzt seit dem 23. Mai 2021 die frühere Schlüsselzahl 95 im Führerschein.

  • Bei Taxi, Mietwagen, Krankentransport oder bestimmten Fahrdiensten kann zusätzlich eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung nötig sein. Das betrifft vor allem entgeltliche oder geschäftsmäßige Personenbeförderung.

  • Im Lager zählt der Staplerschein als eigener Nachweis. Für Flurförderzeuge braucht es eine entsprechende Qualifizierung und Beauftragung; der normale Pkw-Führerschein ersetzt das nicht.

Führerschein Klasse 3 im Lebenslauf: Was gilt bei alten Fahrerlaubnissen?

Die alte Führerscheinklasse 3 kommt in Bewerbungen noch vor, vor allem bei Personen, die ihren Führerschein vor 1999 gemacht haben. Sie ist nicht einfach nur der frühere Name für Klasse B. Je nach Besitzstand können beim Umtausch auch Klassen wie B, BE, C1 und C1E erhalten bleiben.

Für den Lebenslauf reicht eine knappe Angabe:

  • Mobilität: Führerschein Klasse 3

Bei Stellen mit Transportern, Anhängern oder leichten Lkw kann es genauer sein:

  • Führerschein Klasse 3, Erfahrung mit Transportern und Anhängern

Oder nach dem Umtausch:

  • Führerscheine: Klasse B, BE, C1 und C1E

Nicht selbst umrechnen

Geben Sie nur Klassen an, die sicher gültig sind. Nach dem Umtausch stehen die aktuellen Fahrerlaubnisklassen auf dem Kartenführerschein. Bei Unsicherheit hilft die Fahrerlaubnisbehörde.

Wann Klasse 3 ein Vorteil ist

Die Angabe lohnt sich, wenn größere Fahrzeuge, Anhänger oder wechselnde Einsatzorte zur Stelle passen.

Typische Bereiche sind:

  • Handwerk und Bau

  • Garten- und Landschaftsbau

  • Facility Management

  • kommunale Betriebe

  • Veranstaltungstechnik

  • kleinere Transport- und Lieferaufgaben

Für reine Bürostellen bringt Klasse 3 meist keinen zusätzlichen Nutzen. Dann sollte der Führerschein im Lebenslauf nur stehen, wenn Mobilität für die Stelle relevant ist.

Umtausch alter Führerscheine

Alte Führerscheindokumente müssen schrittweise in den neuen EU-Führerschein umgetauscht werden. Bis zum 19. Januar 2033 müssen alle Führerscheine umgetauscht sein, die vor 2013 ausgestellt wurden. Die Fahrerlaubnis selbst bleibt beim Umtausch bestehen; es geht um das Dokument.

Nicht nötig sind Angaben wie:

  • Alter grauer Führerschein vorhanden

  • Führerschein Klasse 3, früher gemacht

  • Führerschein Klasse 3, entspricht bestimmt Lkw-Führerschein

Sonderfall CE 79

Bei alter Klasse 3 können bestimmte Berechtigungen für schwere Fahrzeugkombinationen betroffen sein. Beim Umtausch kann daraus die Klasse CE mit Schlüsselzahl 79 entstehen. Das ist vor allem bei Jobs mit schweren Gespannen oder gewerblichem Transport relevant.

Sonderfälle beim Führerschein im Lebenslauf

Manchmal ist die Fahrerlaubnis noch in Arbeit, gerade erst erworben, vorübergehend nicht nutzbar oder stammt aus dem Ausland. Dann zählt vor allem: klar formulieren, nichts beschönigen und keine unnötigen Details einbauen.

Führerschein noch in Arbeit

Ein noch nicht bestandener Führerschein gehört normalerweise nicht in den Lebenslauf. Eine Ausnahme gilt, wenn die Fahrerlaubnis für die Stelle wichtig ist und der Erwerb kurz bevorsteht.

Dann reicht eine knappe Angabe:

  • Mobilität: Führerschein Klasse B, voraussichtlich ab Januar 2027

Oder:

  • Führerschein Klasse C/CE in Ausbildung, Abschluss geplant für September 2026

Wichtig sind Wörter wie „voraussichtlich“, „geplant“ oder „in Ausbildung“. So entsteht nicht der Eindruck, die Fahrerlaubnis sei bereits vorhanden.

Führerschein auf Probe

Bei erstmaligem Erwerb wird die Fahrerlaubnis in Deutschland für zwei Jahre auf Probe erteilt. Diese Probezeit ist aber keine eigene Führerscheinklasse und keine normale Befristung der Fahrerlaubnis. Deshalb muss die Probezeit nicht im Lebenslauf erwähnt werden. Wer den Führerschein neu erworben hat, gibt einfach die Klasse an.

  • Mobilität: Führerschein Klasse B

Begleitetes Fahren ab 17

Beim Begleiteten Fahren ab 17 dürfen Fahrzeuge der Klassen B und BE bis zum 18. Geburtstag nur mit einer eingetragenen Begleitperson gefahren werden. Für Jobs mit sofortigen Alleinfahrten reicht BF17 daher noch nicht aus.

Bei Ausbildungen oder Nebenjobs kann die Angabe trotzdem sinnvoll sein, aber nur präzise:

  • Führerschein Klasse B im Rahmen von BF17, uneingeschränkt nutzbar ab Mai 2026

Kein Führerschein vorhanden

Ein fehlender Führerschein muss nicht im Lebenslauf stehen. Schreiben Sie also nicht:

  • Kein Führerschein vorhanden

Das lenkt unnötig auf eine mögliche Schwäche. Wird ein Führerschein ausdrücklich verlangt, passt die Bewerbung meist nur, wenn die Fahrerlaubnis bald vorliegt.

Führerschein vorübergehend entzogen oder nicht verfügbar

Ein Führerscheinentzug gehört nicht ungefragt in den Lebenslauf. Gleichzeitig sollte die Fahrerlaubnis nicht als vorhandene Qualifikation erscheinen, wenn sie aktuell nicht genutzt werden darf.

Bei Stellen ohne Fahrpflicht lässt man die Angabe einfach weg. Bei Fahrberufen muss spätestens im Bewerbungsprozess klar sein, ob die Fahrerlaubnis zum Arbeitsbeginn wieder verfügbar ist.

Eigener Pkw vorhanden

Ein eigener Pkw ist keine Standardangabe. Er gehört nur hinein, wenn er für die Stelle praktisch relevant ist.

Sinnvoll ist die Angabe zum Beispiel bei:

  • Hausbesuchen in der Pflege

  • Außendienst und Kundenbesuchen

  • wechselnden Einsatzorten

  • Schichtarbeit mit schlechter ÖPNV-Anbindung

  • ländlichen Arbeitsorten

  • Liefer- oder Fahrdiensten mit eigenem Fahrzeug

Dann genügt:

  • Mobilität: Führerschein Klasse B, eigener Pkw vorhanden

Marke, Modell, Baujahr oder Fahrzeugtyp gehören nicht in den Lebenslauf. „Eigener Pkw vorhanden“ sagt alles, was für die Bewerbung zählt.

Kopie des Führerscheins beifügen

Bei einem normalen Pkw-Führerschein reicht die Angabe im Lebenslauf. Eine Kopie ist in der Regel nicht nötig.

Anders sieht es aus, wenn die Stelle bestimmte Nachweise verlangt. Das betrifft zum Beispiel Berufskraftfahrer, Busfahrer, Fahrdienste, Gefahrguttransport oder Lagerstellen mit Staplerschein. Dann können Kopien oder Nachweise als Anlage sinnvoll sein, besonders wenn sie ausdrücklich gefordert werden.

Ausländischer Führerschein

Bei einem ausländischen Führerschein sollte sofort erkennbar sein, ob er in Deutschland nutzbar ist. EU- und EWR-Führerscheine bleiben nach Wohnsitznahme in Deutschland grundsätzlich bis zum Ablauf ihrer Geltungsdauer gültig.

Beispiel:

  • EU-Führerschein Klasse B, gültig in Deutschland

Bei Führerscheinen aus Staaten außerhalb der EU und des EWR gilt nach Wohnsitznahme in Deutschland in der Regel eine Frist von sechs Monaten. Danach ist meist eine deutsche Fahrerlaubnis erforderlich.

Eine passende Formulierung kann sein:

  • Führerschein Klasse B aus [Land], Umschreibung in Deutschland beantragt

Kurz prüfen, bevor Sie es angeben

Die Fahrerlaubnis sollte zur Stelle passen und tatsächlich nutzbar sein. Bei alten Klassen, ausländischen Führerscheinen oder laufender Umschreibung lieber einmal genauer prüfen, bevor im Lebenslauf zu viel versprochen wird.

Führerschein im Lebenslauf: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Führerschein im Lebenslauf lohnt sich, wenn Mobilität, Fahrten oder bestimmte Fahrzeugklassen für die Stelle wichtig sind.

  • Für klassische Büro-, Remote- oder Fachpositionen ohne Fahrtätigkeit ist die Angabe meist verzichtbar. Der Platz ist dann besser für Berufserfahrung, Fachkenntnisse oder Weiterbildungen genutzt.

  • Die beste Stelle ist ein kurzer Eintrag unter Kenntnisse, Besondere Kenntnisse oder Mobilität.

  • Eine klare Zeile reicht fast immer: Führerschein Klasse B oder Führerschein Klasse B, eigener Pkw vorhanden.

  • Die Klasse sollte immer genannt werden. Klasse B, BE, C, CE, D oder T stehen für unterschiedliche Berechtigungen; eine pauschale Angabe wie „Führerschein vorhanden“ ist zu ungenau.

  • Bei Berufskraftfahrern zählen zusätzlich Nachweise wie Fahrerkarte und Fahrerqualifizierungsnachweis. Seit dem 23. Mai 2021 ersetzt der Fahrerqualifizierungsnachweis die frühere Schlüsselzahl 95 im Führerschein.

  • Der Lebenslauf sollte übersichtlich bleiben und maximal zwei Seiten umfassen. Lange Erklärungen zum Führerschein, Automarke, Prüfdatum oder Führerscheinnummer gehören daher nicht hinein.

  • Sonderfälle wie BF17, alte Klasse 3, ausländische Fahrerlaubnisse oder laufende Umschreibungen sollten nur dann erwähnt werden, wenn die Fahrerlaubnis für die Stelle wirklich relevant und tatsächlich nutzbar ist.

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Häufige Fragen zum Führerschein im Lebenslauf

Muss der Führerschein in den Lebenslauf?

Nein. Der Führerschein ist keine Pflichtangabe. Er sollte nur dann im Lebenslauf stehen, wenn er für die Stelle einen echten Mehrwert hat: etwa bei Außendienst, Pflege, Logistik, Handwerk, Schichtarbeit oder schlecht erreichbaren Arbeitsorten. Wird in der Stellenanzeige eine bestimmte Führerscheinklasse verlangt, gehört sie selbstverständlich hinein.

Wo steht der Führerschein im Lebenslauf?

Der Führerschein steht am besten im Abschnitt Kenntnisse, Besondere Kenntnisse oder unter dem Unterpunkt Mobilität. Dort passt er zu anderen Zusatzqualifikationen wie Sprachkenntnissen, IT-Kenntnissen oder Zertifikaten.

Bei Fahrberufen, Logistik, Außendienst oder Personenbeförderung kann der Abschnitt auch Führerscheine und Nachweise heißen, damit Führerscheinklassen, Fahrerkarte oder Zusatzqualifikationen klar zusammenstehen.

Wie schreibt man Führerschein Klasse B im Lebenslauf?

Eine kurze Zeile reicht:

  • Mobilität: Führerschein Klasse B

Wenn ein eigenes Auto für die Stelle wichtig ist:

  • Mobilität: Führerschein Klasse B, eigener Pkw vorhanden

Klasse B gilt für Pkw bis 3.500 kg und höchstens acht Sitzplätze zusätzlich zum Fahrersitz. Für Lkw, Busse oder schwere Anhänger gelten andere Klassen.

Sollte ich einen eigenen Pkw erwähnen?

Ja, aber nur bei echtem Nutzen. Zum Beispiel bei Außendienst, Pflege, Hausbesuchen, wechselnden Einsatzorten, Lieferdiensten oder schlecht erreichbaren Arbeitsorten. Für normale Büro- oder Remote-Jobs ist „eigener Pkw vorhanden“ meist überflüssig.

Muss ich eine Kopie des Führerscheins beifügen?

Bei Klasse B normalerweise nicht. Eine Kopie ist nur sinnvoll, wenn sie verlangt wird oder wenn spezielle Nachweise für die Stelle entscheidend sind. Das betrifft etwa Berufskraftfahrer, Busfahrer, Fahrdienste, Gefahrguttransport oder Lagerstellen mit Staplerschein.

Was schreibe ich, wenn ich den Führerschein gerade mache?

Nur angeben, wenn der Führerschein bald vorliegt und für die Stelle wichtig ist:

  • Führerschein Klasse B, voraussichtlich ab August 2026

Bei Fahrberufen oder Stellen mit sofortiger Fahrpflicht reicht ein geplanter Führerschein meist nicht aus.

Gehört BF17 in den Lebenslauf?

Nur wenn es für eine Ausbildung, einen Nebenjob oder eine konkrete Mobilitätsanforderung relevant ist. Bis zum 18. Geburtstag dürfen Fahrzeuge der Klassen B und BE beim Begleiteten Fahren nur mit eingetragener Begleitperson gefahren werden. Für Jobs mit alleinigen Fahrten ist BF17 daher nicht ausreichend.

  • Führerschein Klasse B im Rahmen von BF17, uneingeschränkt nutzbar ab Mai 2026

Soll ich Klasse 3 oder Klasse B angeben?

Geben Sie die Klasse an, die auf Ihrem aktuellen Führerschein steht. Die alte Klasse 3 kann je nach Besitzstand mehr umfassen als Klasse B. Nach dem Umtausch stehen die gültigen Klassen auf dem Kartenführerschein.

Was ist bei Lkw- oder Busführerscheinen wichtig?

Bei Klassen wie C, CE, D oder D1 sollten die genaue Klasse und relevante Zusatznachweise genannt werden. Diese Fahrerlaubnisse werden für fünf Jahre erteilt und müssen mit ärztlichen beziehungsweise augenärztlichen Nachweisen verlängert werden.

Bei Berufskraftfahrern zählt außerdem der Fahrerqualifizierungsnachweis. Er ersetzt seit dem 23. Mai 2021 die frühere Schlüsselzahl 95 im Führerschein.

Kann ich einen ausländischen Führerschein im Lebenslauf angeben?

Ja, wenn er in Deutschland gültig und für die Stelle relevant ist. EU- und EWR-Führerscheine bleiben nach Wohnsitznahme in Deutschland grundsätzlich bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit nutzbar. Führerscheine aus Staaten außerhalb der EU und des EWR gelten nach Wohnsitznahme in der Regel noch sechs Monate. Danach wird meist eine deutsche Fahrerlaubnis benötigt.

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