So erstellen Sie einen überzeugenden Lebenslauf als Student

Wie beginnt man als Student mit der Erstellung eines Lebenslaufs?

Viele Studenten fühlen sich mit der erstmaligen Erstellung ihres Lebenslaufs völlig überfordert. Unzählige Websites, die zahllose Tipps, Tricks und Vorlagen geben, machen die Sache nicht einfacher. Zudem unterscheiden sich die Anforderungen für einen Lebenslauf in unterschiedlichen Ländern. Ein deutscher Lebenslauf muss durchaus andere Anforderungen erfüllen als ein englischer CV.

Ein guter Einstieg in die Welt der Lebensläufe ist der Blick auf professionelle Lebenslaufvorlagen. Diese Vorlagen geben Ihnen eine gute Inspiration für die Erstellung Ihres eigenen Lebenslaufs an die Hand – nicht nur in Sachen Inhalt, sondern auch in puncto Stil. Zudem ist es einfacher, die Vorlage eines Lebenslaufs an die eigenen Bedürfnisse anzupassen als mit einem weißen Blatt Papier loszulegen.

Machen Sie sich vor der erstmaligen Erstellung Ihres Lebenslaufs noch einmal bewusst, dass dieser eines der wichtigsten Dokumente in Ihrem Leben darstellt. Er öffnet Ihnen möglicherweise die Tür zu angestrebten Jobs, Nebenjobs oder Ausbildungen und ist in der Regel sogar wichtiger als das Anschreiben. Vor diesem Hintergrund sollten Sie sich so viel Mühe wie möglich mit der Erstellung Ihres Lebenslaufs geben.

Aber diese Mühe lohnt sich, denn einen guten Lebenslauf müssen Sie schließlich nicht alle Tage, sondern nur einmal aufsetzen. Investieren Sie also die Zeit in die erstmalige Erstellung eines überzeugenden Lebenslaufs. Wenn er einmal richtig gut aufgesetzt ist, ersparen Sie sich die Zeit, ihn später in Ihrem Leben permanent umschreiben und korrigieren zu müssen. In den Folgejahren müssen Sie Ihren Lebenslauf dann nur noch mit Ihren neuen Berufserfahrungen und erworbenen Fähigkeiten aktualisieren.

Wie sieht ein guter studentischer Lebenslauf aus?

Personalmanager in Unternehmen sehen jeden Tag Dutzende von Lebensläufen. Dementsprechend viel Erfahrung, hohe Ansprüche und wenig Zeit haben sie in Bezug auf Lebensläufe. Machen Sie sich bewusst, dass ein Personalmanager sich nur wenige Minuten Zeit nimmt für die Durchsicht Ihres Lebenslaufs. Oft reicht schon ein schlechter erster Eindruck, damit Ihr Lebenslauf in einer Schublade oder gar im Papierkorb landet.

Ein guter Lebenslauf eines Studenten sollte drei wesentliche Kriterien erfüllen: Erstens, er sollte auffallen. Zweitens, er sollte professionell wirken. Und drittens, er sollte mit den restlichen Bewerbungsunterlagen harmonieren.

Der Lebenslauf ist sozusagen Ihre erste Visitenkarte. Und eine Visitenkarte darf ruhig ein wenig auffallen. Ein grau in grauer Lebenslauf wird in der Masse der Bewerbungen, die jeden Tag auf dem Tisch eines Personalmanagers landen, definitiv nicht auffallen. Aber geben Sie trotzdem Acht darauf, dass Sie es mit dem Auffallen nicht übertreiben und Ihr Lebenslauf dadurch möglicherweise unprofessionell wirkt.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie auffällig bzw. unkonventionell Ihr Lebenslauf gestaltet sein darf, nehmen Sie die Branche als Richtschnur, in der Sie sich bewerben. Ein Lebenslauf, der an eine Werbeagentur oder ein Startup-Unternehmen gerichtet ist, darf ruhig ein wenig peppiger gestaltet sein als ein Lebenslauf für eine Bewerbung in einer eher konservativen Branche, wie beispielsweise dem Bank- und Versicherungswesen.

Unabhängig von der Branche, in der Sie sich bewerben wollen, sollte ein studentischer Lebenslauf unbedingt professionell wirken. Das bedeutet, dass er in erster Linie übersichtlich und gut strukturiert ist. Wie bereits erwähnt, haben Personalmanager sehr wenig Zeit, um einen Lebenslauf durchzulesen. Dementsprechend schnell wollen sie sich in dem Dokument zurechtfinden und die für sie entscheidenden Informationen finden. Wenn Ihr Lebenslauf das nicht gewährleistet, wird er keinen guten Eindruck auf den Personalmanager machen.

Ein studentischer Lebenslauf ist aufgrund der noch fehlenden Berufserfahrung im Regelfall eher kurz und prägnant und hat maximal eine DIN A4-Seite. Machen Sie nicht den Fehler, Ihren Lebenslauf unnötig aufzublähen. Kein Personalmanager erwartet von einem Studenten einen Lebenslauf wie von einem Bewerber, der bereits viele Jahre Berufserfahrung vorweisen kann.

Nicht zuletzt sollte Ihr Lebenslauf auch mit dem Layout Ihrer weiteren Bewerbungsunterlagen harmonieren. Dies gilt besonders für das Anschreiben. Wenn Lebenslauf und Anschreiben in einem völlig anderen Stil gehalten sind, werden sie ein uneinheitliches Bild abgeben, was wiederum kein gutes Bild von Ihnen abgibt.
Und zu allerletzt noch ein Hinweis auf eine Selbstverständlichkeit: Ihr Lebenslauf darf keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler enthalten. Lesen Sie ihn deshalb lieber einmal mehr als zu wenig durch.

Was sind die Inhalte eines studentischen Lebenslaufs?

Bevor Sie daran gehen, Ihren Lebenslauf mit Inhalt zu füllen, sollten Sie sich bewusst machen, dass es keinen perfekten Lebenslauf gibt. Die wichtigste Frage, die Sie sich im Zusammenhang mit dem Inhalt Ihres Lebenslaufs stellen sollten, ist, ob eine Informationen Ihrem potenziellen Arbeitgeber einen Mehrwert bietet. Deshalb sollte Ihr Lebenslauf alle Punkte aus Ihrem Leben enthalten, die für die von Ihnen angestrebte Stelle bzw. Ausbildung von Interesse sein könnten.

Selbstverständlich erstellen Sie den Inhalt Ihres Lebenslaufs nicht völlig nach eigenem Gutdünken, sondern müssen einige fixe Bestandteile berücksichtigen, die sich in jedem Lebenslauf wiederfinden sollten. Dazu gehören:

Die Kontaktdaten

Damit Ihr potenzieller Arbeitgeber sofort weiß, um wessen Lebenslauf es sich handelt, sollten Ihre Kontaktdaten gut sichtbar (je nach Layout) oben oder auf der linken Seite Ihres Lebenslaufs stehen. Es kann passieren, dass Ihr Lebenslauf von Ihrem Anschreiben getrennt wird. Wenn Ihr Lebenslauf dann keine Kontaktdaten enthält, wird die Zuordnung zu Ihrer Person nahezu unmöglich.

Ihre Kontaktdaten sollten Ihren vollständigen Vor- und Nachnamen, Ihre Anschrift, Ihr Geburtsdatum, Ihre Telefonnummer und Ihre E-Mail Adresse enthalten. Ist Ihr Lebenslauf länger als eine Seite, empfiehlt es sich, auf der zweiten Seite die Kontaktdaten noch einmal in der Kopfzeile einzufügen.

Der Bildungsweg

Da Sie als Student noch keine oder nur wenig Berufserfahrung vorweisen können, ist Ihr Bildungsweg einer der wichtigsten Inhalte Ihres Lebenslaufs. Dabei sollten Sie mindestens Ihren Schulabschluss und den Zwischenstand Ihres Studiums erwähnen. Geben Sie bei allen Stationen Ihres Bildungswegs den Zeitraum an, in welchem Sie die jeweilige Bildungseinrichtung besucht haben. Darüber hinaus sollten Sie auch unbedingt alle Abschlüsse von Bildungseinrichtungen erwähnen. In Bezug auf Ihr Studium interessiert Ihr potenzieller Arbeitgeber sich auch für Ihre Fächerschwerpunkte. Lassen Sie diese nicht unerwähnt.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Bildungsweg in antichronologischer Reihenfolge darstellen, also die aktuellsten Stationen oben. Außerdem sollten sich keine Lücken in Ihrem Bildungsweg ergeben. Wenn Sie beispielsweise ein Studium nach einem Semester abgebrochen und sich danach für ein anderes Studium entschieden haben, dann stellen Sie es auch in Ihrem Lebenslauf dar. Wie gesagt, es gibt keinen perfekten Lebenslauf.

Der berufliche Werdegang

Neben dem Bildungsweg ist auch Ihr beruflicher Werdegang von entscheidender Bedeutung für jeden Personalmanager. Praktische Erfahrungen in Praktika, Nebenjobs oder ehrenamtlichen Tätigkeiten wecken immer Interesse, da sie zeigen, dass der Bewerber bereits gelernt hat, sein Wissen und seine Fähigkeit in der Praxis unter Beweis zu stellen.

Idealerweise erwähnen Sie bei allen Ihren bisher ausgeführten Tätigkeiten, welche Kompetenzen Sie dort eingebracht bzw. erworben haben. Das hilft einem Personalmanager besser zu verstehen, welche hard und soft skills Sie neben dem Studium besitzen.

Haben Sie übrigens keine Angst davor, Tätigkeiten wie beispielsweise Babysitting oder Nachhilfeunterricht zu erwähnen. Diese zeigen, dass Sie praktische Erfahrung in der Wissensvermittlung und im Umgang mit Menschen haben.

Hobbies und Freizeitaktivitäten

Die Darstellung von Hobbies und Freizeitaktivitäten ist immer eine Gratwanderung in einem Lebenslauf. Sie sollten sich im Vorfeld immer fragen, ob ein Hobby etwas über Ihre Person aussagt und ob es für Ihren potenziellen Arbeitgeber von Interesse ist.

Wenn Sie beispielsweise sehr viel Sport treiben und sich für einen Job mit einem Sportbezug bewerben, ist dies sicherlich von Vorteil. Freizeitaktivitäten wie Freunde treffen oder Fernsehen transportieren jedoch keinen Mehrwert und sollten dementsprechend weggelassen werden.

Zusatzqualifikationen

Vergessen Sie keinesfalls, in Ihrem Lebenslauf auch etwaig bestehende Zusatzqualifikationen zu erwähnen. Dazu gehören Sprach- und IT-Kenntnisse ebenso wie spezielle Führerscheine oder sonstige fachliche Qualifikationen. Zusatzqualifikationen demonstrieren Ihr Streben, sich im Leben weiterzuentwickeln – eine Eigenschaft, die von Arbeitgebern gerne gesehen wird.

Wie gehen Sie im Lebenslauf mit wenig Berufserfahrung um?

Es ist eigentlich ein Ding der Selbstverständlichkeit, dass der Lebenslauf eines Studenten eher wenig Berufserfahrung enthält. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, nimmt sich kein Personalmanager den Lebenslauf eines berufserfahrenen Bewerbers zum Beurteilungsmaßstab für einen studentischen Lebenslauf.

Trotzdem treibt viele Studenten bei einer Bewerbung die Sorge um, dass ihre berufliche Erfahrung zu „dünn“ ist. Auf keinen Fall sollten Sie vor diesem Hintergrund den Fehler begehen, Berufserfahrung zu erfinden oder aufzublähen, wenn sie nicht vorhanden ist. Dies würde sofort bei jedem Bewerbungsgespräch auffliegen.

Vielmehr sollten Sie Tätigkeiten als Praktikant, Werkstudent, Nebenjobber oder ehrenamtlicher Mitarbeiter als eine Art Ersatz für Ihre noch nicht vorhandene Berufserfahrung verwenden. Jeder Personalmanager wird mit Interesse lesen, welche Erfahrungen Sie bereits in verschiedenen (kürzeren oder längeren) Tätigkeiten im Berufsleben gesammelt haben – egal, ob als Praktikant, Werkstudent, Kellner, Fußballtrainer oder freiwilliger Feuerwehrmann.

Was ist der Unterschied zwischen einem Lebenslauf für ein Praktikum und einen Nebenjob?

Sofern Sie sich für ein Praktikum bewerben, nimmt Ihr Lebenslauf einen etwas größeren Stellenwert ein als bei der Bewerbung für einen Nebenjob. In Bezug auf ein Praktikum ist es entscheidend, dass Sie eine dafür relevante Ausbildung machen und ggf. bereits relevante Berufserfahrung gesammelt haben. Wer sich beispielsweise für ein Praktikum bei einer Bank bewirbt, sollte einen wirtschaftswissenschaftlichen Studienhintergrund haben, idealerweise ergänzt durch entsprechende Studienschwerpunkte.

In Bezug auf einen Nebenjob ist die Ausbildung eher zweitrangig. Viele Nebenjobs für Studenten haben keinen direkten Bezug zu deren Studium, weshalb es bei einer Bewerbung vielmehr darauf ankommt, die richtigen Qualifikationen für diesen Job darzustellen. Wer sich zum Beispiel für einen Job als Nachhilfelehrer bewirbt, sollte zeigen, dass er gerne mit Menschen umgeht und Spaß an der Wissensvermittlung hat.

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