Ein Kündigungsschreiben beendet ein Arbeitsverhältnis formell. Es muss eindeutig zeigen, wer kündigt und welches Arbeitsverhältnis beendet werden soll.
Die Kündigung muss auf Papier vorliegen und eigenhändig unterschrieben sein. E-Mail, Scan, Fax oder Messenger reichen nicht aus.
Nennen Sie ein konkretes Enddatum oder kündigen Sie „fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. Prüfen Sie zuvor die Kündigungsfrist in Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag.
Ohne abweichende Regelung gilt für Arbeitnehmer meist: vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Während einer vereinbarten Probezeit kann für höchstens sechs Monate eine Kündigungsfrist von zwei Wochen gelten.
Bei einer ordentlichen Eigenkündigung ist grundsätzlich kein Kündigungsgrund erforderlich – auch nicht bei einem Jobwechsel.
Kündigungsschreiben – Muster
Jana Winterfeld
Ulmenstraße 24
22767 Hamburg
Hafenstern Kommunikationsagentur GmbH
z. Hd. Frau Miriam Krüger
Hafenallee 16
20457 Hamburg
Hamburg, 6. Dezember 2026
Ordentliche Kündigung meines Arbeitsverhältnisses zum 31. Januar 2027
Sehr geehrte Frau Krüger,
hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis ordentlich und fristgerecht zum 31. Januar 2027. Hilfsweise kündige ich zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung und das Beendigungsdatum schriftlich. Zudem bitte ich um die Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses.
Für die angenehme Zusammenarbeit und die Erfahrungen, die ich in Ihrem Unternehmen sammeln durfte, bedanke ich mich herzlich. Bis zu meinem Ausscheiden unterstütze ich gern eine geordnete Übergabe.
Ich wünsche Ihnen und dem Team für die Zukunft alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
[Eigenhändige Unterschrift]
Jana Winterfeld
Passen Sie Anschriften, Ansprechperson und Beendigungsdatum an Ihre Situation an. Das unterschriebene Original muss Ihrem Arbeitgeber rechtzeitig zugehen.
Was ist ein Kündigungsschreiben?
Ein Kündigungsschreiben ist die verbindliche Erklärung, dass ein Arbeitsverhältnis beendet werden soll. Entscheidend sind eine eindeutige Kündigungserklärung und der rechtzeitige Zugang beim Arbeitgeber.
Was sollte ein Kündigungsschreiben enthalten?
Ein Kündigungsschreiben muss die Beendigung des Arbeitsverhältnisses eindeutig erklären und eigenhändig unterschrieben sein. Für eine zweifelsfreie Zuordnung sollten Sie folgende Angaben aufnehmen:
Ihren vollständigen Namen und Ihre Anschrift
den Namen und die Anschrift Ihres Arbeitgebers
Ort und Datum der Erstellung
einen eindeutigen Betreff
die klare Erklärung, dass Sie das Arbeitsverhältnis kündigen
den gewünschten Beendigungstermin oder die Formulierung „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“
Ihre eigenhändige Unterschrift
Eine persönliche Anrede, eine Danksagung und der Kündigungsgrund sind freiwillig. Sie können außerdem um eine schriftliche Bestätigung und ein qualifiziertes Arbeitszeugnis bitten.
Wie schreibe ich ein Kündigungsschreiben?
Halten Sie Ihr Kündigungsschreiben kurz und übersichtlich. Ohne abweichende Regelung kann für Arbeitnehmer eine gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende gelten. Prüfen Sie jedoch immer Ihren Arbeits- oder Tarifvertrag.
Expertentipp
Kritisches oder negatives Feedback ist in einem persönlichen Abschlussgespräch meist besser aufgehoben. Im Kündigungsschreiben empfiehlt sich ein sachlicher und respektvoller Ton. So vermeiden Sie unnötige Konflikte und hinterlassen einen professionellen Eindruck.
1. Geben Sie das Datum und die Kündigungsfrist an
Prüfen Sie alle Datumsangaben sorgfältig, bevor Sie Ihre Kündigung abgeben:
Geben Sie das Datum an, an dem Sie das Schreiben erstellen.
Nennen Sie den gewünschten Beendigungstermin und gleichen Sie ihn mit Ihrer Kündigungsfrist ab.
Sind Sie unsicher, ergänzen Sie: „Hilfsweise kündige ich zum nächstmöglichen Zeitpunkt.“
Beispielformulierung für eine Kündigung in der Krankenpflege:
Sehr geehrter Herr Vollmann,
hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis als Krankenschwester beim Universitätsklinikum Gießen und Marburg ordentlich und fristgerecht zum 31. Mai 2027.
Wenn Sie sich wieder auf eine ähnliche Stelle bewerben möchten, finden Sie in unserem Beispiel für einen Lebenslauf im Gesundheitswesen wertvolle Tipps für Ihre Bewerbungsunterlagen.
2. Optional: Bedanken Sie sich für die Zusammenarbeit
Eine Danksagung ist freiwillig und kein Pflichtbestandteil des Kündigungsschreibens. Wenn Sie möchten, können Sie sich kurz für die Zusammenarbeit bedanken oder eine positive Erfahrung erwähnen.
Beispielformulierung für die Verwaltung:
Ich bedanke mich für die Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten, die mir die Elbkontor Service GmbH eröffnet hat. Besonders die Zusammenarbeit an der Digitalisierung interner Abläufe hat mich fachlich und persönlich weitergebracht.
In unserem Beispiel für den Lebenslauf einer Verwaltungsassistentin finden Sie passende Formulierungen und praktische Tipps für Ihre nächste Bewerbung.
3. Optional: Bieten Sie Unterstützung bei der Übergabe an
Wenn Sie möchten, können Sie anbieten, Ihre Nachfolge einzuarbeiten oder wichtige Abläufe zu dokumentieren. Damit erleichtern Sie eine geordnete Übergabe bis zu Ihrem Ausscheiden.
Beispielformulierung für den Kundendienst:
Bis zu meinem Ausscheiden unterstütze ich gern eine geordnete Übergabe und stehe für die Einarbeitung meiner Nachfolge zur Verfügung.
Sehen Sie sich unser Beispiel für einen Kundenberater-Lebenslauf an, das Ihnen dabei helfen kann, nach Ihrer Kündigung eine neue Stelle in diesem Bereich zu finden.
Häufige Fehler im Kündigungsschreiben
Ein Kündigungsschreiben ist schnell verfasst. Kleine Fehler können jedoch dazu führen, dass es verspätet oder gar nicht wirksam wird.
Falsche Form wählen: Eine Kündigung per E-Mail, Scan, Fax oder Messenger ist unwirksam. Reichen Sie das eigenhändig unterschriebene Original auf Papier ein.
Kündigungsfrist falsch berechnen: Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag und gegebenenfalls den geltenden Tarifvertrag. Vier Wochen entsprechen 28 Tagen und nicht automatisch einem Monat.
Schreiben zu spät zustellen: Entscheidend ist, wann die Kündigung beim Arbeitgeber eingeht. Planen Sie ausreichend Zeit ein und bewahren Sie einen Nachweis über die Übergabe auf.
Kündigungsabsicht unklar formulieren: Aussagen wie „Ich möchte gerne kündigen“ können missverständlich wirken. Eindeutig ist die Formulierung „Hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis“.
Falschen Beendigungstermin nennen: Ergänzen Sie bei Unsicherheit „hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. So bleibt Ihre Kündigungsabsicht trotz eines möglichen Rechenfehlers eindeutig.
Zu viele Details nennen: Bei einer ordentlichen Eigenkündigung müssen Sie keinen Grund angeben. Kritik oder ausführliche Erklärungen gehören eher in ein persönliches Abschlussgespräch.
Beispiele und Vorlagen für Kündigungsschreiben
Kurzes Kündigungsschreiben
Sehr geehrter Herr Steinbach,
hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis als Krankenpfleger beim Vivantes Klinikum Neukölln ordentlich und fristgerecht zum 31. Mai 2027.
Für die gute Zusammenarbeit und die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten während meiner Zeit im Unternehmen bedanke ich mich herzlich.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Jürgens
Einfaches Kündigungsschreiben
Sehr geehrte Frau Münsterbach,
hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis als Kellner im Café König ordentlich und fristgerecht zum 28. Februar 2027.
Ich bedanke mich für die Möglichkeiten, die mir in Ihrem Unternehmen geboten wurden, sowie für Ihre Unterstützung. Ich wünsche Ihnen alles Gute.
Gern unterstütze ich Sie bis zu meinem Ausscheiden bei der Übergabe.
Mit freundlichen Grüßen
Herbert Weitzel
Ausführliches Kündigungsschreiben
Sehr geehrte Frau Hoffmann,
hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis als Grundschullehrerin an der Regenbogen-Grundschule Heidelberg ordentlich und fristgerecht zum 31. Dezember 2026.
Ich bedanke mich für die wertvollen Erfahrungen und meine persönliche Entwicklung während meiner Zeit an der Regenbogen-Grundschule Heidelberg. Die Zusammenarbeit mit Ihnen und dem Team hat mir viel Freude bereitet. Nun möchte ich mich neuen beruflichen Herausforderungen widmen.
Bis zu meinem Ausscheiden unterstütze ich gern eine geordnete Übergabe. Bitte teilen Sie mir mit, wie ich bei der Einarbeitung meiner Nachfolge oder der Dokumentation wichtiger Prozesse helfen kann.
Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und freue mich darauf, meine verbleibenden Aufgaben zuverlässig abzuschließen.
Mit freundlichen Grüßen
Katja Schreiner
Kündigungsschreiben-Vorlage – Krankenschwester
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Ursula Wirz kündigt ihre Stelle als Krankenschwester zum vertraglich vorgesehenen Termin. Sie nennt ihren letzten Arbeitstag, bedankt sich für die gemeinsame Zeit und bietet Unterstützung bei der Übergabe an. Die Formulierungen sind klar und respektvoll, ohne die Entscheidung unnötig ausführlich zu erklären. Damit eignet sich die Vorlage für alle, die sachlich kündigen und zugleich einen freundlichen letzten Eindruck hinterlassen möchten.
Unser Beispiel eines Lebenslaufs für Krankenschwestern kann Ihnen dabei helfen, professionelle Dokumente für Ihre nächste Bewerbung zu erstellen.
Kündigungsschreiben-Vorlage – Lehrer
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Diese Vorlage für ein Kündigungsschreiben im PDF-Format herunterladen.
Max Lobrecht hat für sein Kündigungsschreiben die Vorlage Duke gewählt. Er nennt den vorgesehenen Beendigungstermin und bedankt sich für die Erfahrungen während seines Arbeitsverhältnisses. Außerdem signalisiert er seine Bereitschaft, die Übergabe zu unterstützen. Die Vorlage zeigt, wie sich eine professionelle Kündigung kurz, wertschätzend und dennoch persönlich formulieren lässt.
Wenn Sie sich nach der Kündigung neu bewerben möchten, bietet unser Beispiel für einen Lehrer-Lebenslauf passende Formulierungen und praktische Anregungen.
Das Wichtigste über Kündigungsschreiben auf einen Blick
Beachten Sie vor der Abgabe Ihres Kündigungsschreibens folgende Punkte:
Prüfen Sie die Kündigungsfrist in Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag.
Nennen Sie das korrekte Beendigungsdatum oder kündigen Sie hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Reichen Sie die Kündigung schriftlich im Original ein.
Unterschreiben Sie das Schreiben eigenhändig.
Bei einer ordentlichen Eigenkündigung ist grundsätzlich kein Kündigungsgrund erforderlich.
Bitten Sie um eine schriftliche Bestätigung des Eingangs und des Beendigungsdatums sowie um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis.
Wie geht es jetzt weiter?
Nach der Kündigung steht häufig die nächste Bewerbung an. Ergänzen Sie Ihren Lebenslauf durch ein Anschreiben-Muster, damit Ihre Bewerbungsunterlagen vollständig sind und Sie Ihre Motivation überzeugend vermitteln können. Starten Sie mit einer fertigen Lebenslauf-Muster und lassen Sie sich von unseren Lebenslauf-Vorlagen inspirieren. Unser Lebenslauf-KI-Generator unterstützt Sie bei passenden Formulierungen.
FAQ – Häufige Fragen zum Kündigungsschreiben
Gilt in Deutschland immer eine Kündigungsfrist von vier Wochen?
Nein, nicht immer. Prüfen Sie zunächst die Regelungen in Ihrem Arbeitsvertrag und in einem möglicherweise geltenden Tarifvertrag. Fehlt eine abweichende Vereinbarung, gilt für Arbeitnehmer eine Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Während einer vereinbarten Probezeit kann für höchstens sechs Monate eine Kündigungsfrist von zwei Wochen gelten.
Muss ich das Kündigungsschreiben unterschreiben?
Ja. Sie müssen das Kündigungsschreiben eigenhändig mit Ihrem Namen unterschreiben. Eine eingescannte, eingefügte oder rein digitale Signatur erfüllt die gesetzliche Schriftform nicht.
An wen sollte ein Kündigungsschreiben adressiert werden?
Richten Sie das Schreiben an Ihren Arbeitgeber und verwenden Sie die vollständige Firmenanschrift. Als Empfänger kommen in der Regel die Personalabteilung oder eine empfangsberechtigte Führungskraft infrage. Entscheidend ist, dass die Kündigung den Arbeitgeber nachweisbar und rechtzeitig erreicht.
Ist ein schriftliches Kündigungsschreiben gesetzlich vorgeschrieben?
Ja. Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses muss gemäß § 623 BGB schriftlich auf Papier erfolgen. Eine mündliche Kündigung oder eine Mitteilung per E-Mail, Fax, Scan oder Messenger reicht nicht aus. Das unterschriebene Schreiben muss dem Arbeitgeber außerdem rechtzeitig zugehen.
Muss ich im Kündigungsschreiben einen Grund nennen?
Bei einer ordentlichen Eigenkündigung müssen Sie grundsätzlich keinen Kündigungsgrund angeben. Eine kurze persönliche Erklärung ist freiwillig. Möchten Sie Kritik äußern, eignet sich dafür meist ein Abschlussgespräch besser als das Kündigungsschreiben.
Muss der Arbeitgeber meine Kündigung bestätigen oder akzeptieren?
Nein. Eine Kündigung ist eine einseitige Erklärung und benötigt keine Zustimmung des Arbeitgebers. Sie wird wirksam, sobald das formgerechte Schreiben rechtzeitig zugeht. Bitten Sie trotzdem um eine schriftliche Bestätigung des Eingangs und des Beendigungsdatums.
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